Kaufrausch und der Kater danach

Gepostet von am Okt 15, 2011 in Allgemein | Keine Kommentare

Nicht nur ausgiebiger Alkoholgenuss kann einen Kater verursachen, sondern auch ausgiebige Shopping-Touren. Wann immer von einem Kater gesprochen wird, ist nämlich vor allem eines gemeint: schmerzliche Ernüchterung. Dass diese als Folge des Einkaufens eintritt, ist generell eher selten, aber dennoch immer wieder zu beobachten, vorwiegend bei Einkaufstouren, die ein gewisses Maß eindeutig überschreiten. Kaufrausch und Kater liegen somit nah beieinander.

Gefahr Kaufrausch: Kreditkarte als Trugbild
Im Vergleich zu Ländern wie den USA oder England werden Kreditkarten in Deutschland immer noch recht konservativ behandelt. Sie gelten noch längst nicht als alltägliche Zahlungsmittel, etwa im Supermarkt oder im Modegeschäft, wo Bargeld und EC-Karten immer noch die Nase vorne haben. Im Internet sieht die Lage jedoch ein wenig anders aus. Praktisch jeder Onlineshop bietet die Möglichkeit, den Einkauf direkt über die Kreditkarte abzubuchen, was in der Regel auch die schnellste Möglichkeit ist. Da passionierte Shopper ihre Ware so schnell wie möglich erhalten möchten, wird diese Option auch häufig benutzt.

Gerade beim Kaufrausch liegen hier jedoch auch die Gefahren. Schließlich ist jede Kreditkarte mit einem gewissen Kreditrahmen ausgestattet, der beim Stöbern durch die Onlineshops schnell aus den Augen verloren wird. Beträge, die weit über das wirkliche Budget hinausgehen, sind somit an der Tagesordnung. So vergnüglich der Großeinkauf per Kreditkarte also auch ist, so ernüchternd kann die nächste Kreditkartenabrechnung sein, vor allem dann, wenn die Sollzinsen hinzugerechnet werden. Um dem Finanzkater vorzubeugen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die eine besteht in der Rückbesinnung auf den ganz klassischen Einkauf im realen Geschäft, und auch dort nur mit Bargeld, sodass stets der Überblick behalten wird. Eine andere Möglichkeit ist eine viel striktere Selbstkontrolle, das Setzen von Limits und die Fähigkeit, Schluss zu machen, wenn es nötig ist.
Nur auf diese Weise kann dem unliebsamen Erwachen wirksam vorgebeugt werden.

Wenn Geld keine Rolle spielt: der größte Kater von allen
Überfluss sorgt bekanntlich für Überdruss. Nirgendwo wird das deutlicher als beim exzessiven Shoppen. Wer also nach Belieben shoppen kann, ohne dass er sich Sorgen um das liebe Geld machen muss, der ist dadurch noch lange nicht vor dem Kater nach dem Kaufrausch gefeit. Große Bestellmengen führen nämlich häufig zu noch größeren Folgemengen, sodass schon bald von Sucht gesprochen werden kann. Obwohl der Kater hierbei ein fast alltäglicher Begleiter ist, sorgt er nicht zwangsläufig für eine Besserung der Lage. Es gilt also, die Reißleine zu ziehen, so lange es noch möglich ist, nicht nur um der Ernüchterung vorzubeugen, sondern auch, um wieder wirklichen Spaß am Shoppen und den gekauften Produkten zu empfinden.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>