Konsum ist in der Wirtschaft eine der wichtigsten Größen zur Planung und Durchführung von Produktionen. Der Bedarf der Verbraucher wird abgeschätzt und durch entsprechende Angebote an Produkten gedeckt. Produkte ohne einen echten Bedarf in der Bevölkerung werden mit Trends und Werbemaßnahmen vermarktet. Ihr Bedarf wird durch die Hersteller sozusagen künstlich erzeugt. Zu welchem Konsum sich die Verbraucher hinreißen lassen, ist sehr unterschiedlich. Das Image der Produkte spielt dabei eine wichtige Rolle. Alle Güter des täglichen Bedarfes werden ohnehin gekauft. Kaum jemand macht zum Beispiel Werbung für Kartoffeln. Andere Produkte verkaufen sich nur mit einem besonderen Image.
Was versteht man unter Distinktion?
Der Begriff ist in anderer Form geläufiger. Mit dem Wort “distinguiert” beschreibt man etwa eine gewisse Noblesse. Ein Mensch mit Distinktion hebt sich aus der Masse durch Attribute wie, Vornehmheit, gute Manieren, Bildung, Ansehen, Persönlichkeit, Wohlstand, Geschmack und Stil heraus. Die Werbung versucht den Verbrauchern Produkte als begehrenswert zu vermitteln, indem sie den Produkten gezielt derartige Attribute zuschreibt. Wer die beworbenen Produkte besitzt, der genießt das damit verbunden Prestige. In der Praxis gelingt zwar der Verkauf der Produkte gut, jedoch ist die erhoffte Wirkung oft nicht gegeben.
Wie passen Konsum und Distinktion zusammen?
Wer sich durch gezielten und wohlüberlegten Konsum eine gewisse Distinktion zulegen will, der muss diesem Rahmen auch mit der eigenen Persönlichkeit genügen. Schnell wird sonst die erwünschte Distinktion als Fassade erkannt, die nicht zu ihrem Träger passt. Nur wenige Menschen können etwa eine Uhr von Rolex tragen, ohne prollig zu wirken. Es gehören ein gewisser Rahmen und eine Ausstrahlung dazu. Die umgebenden Accessoirs müssen ebenfalls stimmig sein. Um einen gewissen Grad an Distinktion durch Konsum zu erzeugen, muss der Verbraucher daher sich selbst und seinem Wesen treu bleiben.
Konsum mit Augenmaß und Stil
Konsumgüter mit einem positiven und hochwertigen Image müssen zu ihren Eigentümern passen. Sobald sie als Fremdkörper oder übertrieben wirken, erzeugen sie das Gegenteil von Distinktion. Schlechter Stil wirkt meist protzig und stößt andere ab. Der Konsum mit dem richtigen Augenmaß und einer erst auf den zweiten Blick erkennbaren edlen Ausrichtung erzeugt einen nachhaltig distinguierten Eindruck. Ein wenig Understatement kommt immer gut an. Der Konsum muss sich nicht auf Luxusgüter konzentrieren. Ein schönes Haus oder stets gepflegte und elegante Kleidung vermitteln nach Außen ein wirksames Image. Das eigene Verhalten und der Umgang mit den Konsumgütern machen letztlich die Wahrnehmung der Mitmenschen aus. Sie entscheiden darüber, ob eine Distinktion durch Konsum gelungen ist oder nicht.